Persönlich

1957 geboren in Konstanz als einziges Kind der Eheleute Fritz Knapp und Ingrid (geb. Huber)

1960: Mein Vater stirbt bei einem Autounfall. Im Rückblick wird mir deutlich, wie diese Weichenstellung zu einer vaterlosen Kindheit und Jugend meine spätere Persönlichkeit beeinflusst hat. Deshalb bedaure ich die Entwicklung zu einer vaterlosen Gesellschaft: Ihr Väter, wehrt euch! Ihr Kinder auch!
In den Folgejahren geht der Kontakt zur Vater-Familie verloren, während die mütterliche Ursprungsfamilie enger zusammenrückt. Ich erlebe bis zu meinem Studium konkret die Bedeutung von Geborgenheit und Zugehörigkeit bei wachsender Selbständigkeit - eine (in jedem Sinne) spannende Mischung.

Schuljahre: insbesondere die Zeit im Gymnasium, vermittelt mir zwei wichtige Erfahrungen:
a. Zum einen wächst das Selbstbild, die Leistungen nicht erfüllen zu können und nicht sonderlich intelligent zu sein. Viele meiner Lehrer/innen bestätigen dies im persönlichen Gespräch. Im Studium später sind mir Untersuchungen zu Stigmatisierungsprozessen sehr erhellend.
b. Zum anderen setze ich mich als Klassen-, und Schülersprecher für die Belange meiner Mitschüler/innen ein und entdecke, dass selbst zwischen Schulgesetzen und Verordnungen erhebliche Spielräume sind. Und dass es Lehrer/innen (interessanterweise andere als unter a.) gibt, die mich ermutigen, solche Spielräume zu nutzen.

Gemeindejugend: Ich hatte Lust, eine reizvolle Ecke Frankreichs kennenzulernen - deshalb schloss ich mich mit 15 Jahren einer kleinen Reisegruppe nach Taize an. Allerdings wäre Taize nicht Taize, wenn es einfach ein hübsches Dörfchen wäre. Ich kam ins Nachdenken über eine sehr platte Frage: spinnen die alle oder verstehe ich etwas nicht? Wohin mein Nachdenken führte, ist bekannt. Zunächst aber führte das Nachdenken in die Jugendarbeit der Evang. Luther-Blarer-Pfarrei in Konstanz, die mir mit Dekan Wolfgang Schneider und Jugendpfarrer Klaus Broßys eine gute Heimat bot mit Freizeiten, halboffenen Treffs und Bibelkreis.

Studienjahre: Ich bin im richtigen Berufsfeld angekommen, auch an der richtigen Ausbildungsstätte, der Diakonenausbildungsstätte Karlshöhe in Ludwigsburg. Diese Gemeinschaft, in der Lernen und Erfahrungen sammeln Spass macht, prägt nachhaltig mein Bild von einem positiven Lernen und ich finde auch meinen Platz im Spektrum des Glaubens, wenn auch ziemlich weit “links”. Bei mir “platzt der Knoten”, mein Selbstbild verändert sich binnen Monaten nachhaltig - wie auch die Benotungen seither zeigen.

Inzwischen hat sich die Karlshöhe zur Hochschule entwickelt, was sicher notwendig war. Dennoch bleibt bei mir, der ich alte und neue Ausbildung kenne, ein gemischtes Gefühl: mir fehlen jene bodenständigen Menschen, die nach einem ersten Beruf als Quereinsteiger Diakon/in werden wollen, und zugleich begegnen mir im Beruf viel zu oft Berufsanfänger/innen, die engagiert und gut ausgebildet mit dem Kopf in pädagogischen Wolken und den Füssen weit vom Boden Ehepaaren mittleren Alters und Familien erklären wollen, wie das Leben gelingt. Und ich stelle dann mit einem gewissen Stolz fest: die Ausbildung damals war nicht schlechter, nur weniger akademisch. Meine Kritik an der Akademisierung des Diakonats ist zugleich Ausdruck für meine Hochachtung vor Menschen, die “mit Hirn, Herz und Hand” ihr Leben bestreiten - mein Ideal guter Allgemeinbildung. 

Unterwegs: zwei Reisen sind mir in besonderer Erinnerung geblieben.
Da ist zum einen Interrail, das 4-Wochen-Bahn-Ticket für Europa. Mit einem Studienkollegen war ich unterwegs und unsere Fahrt führte über Gibraltar und Venedig nach Griechenland. Sie hinterließ vielfältige Eindrücke, die nicht nur bis heute präsent sind, sondern in bestimmtem Zusammenhang auch Eingang in mein Buch “Mensch, Hund - du Esel!” fanden. Und in mir setzte sich damals der Wunsch nach einem gemeinsamen Europa fest: Hintergrund sind die vielen interessanten Begegnungen mit Menschen, die Gespräche mit Händen und Füßen und viel zu wenigen Worten und die ganz praktische Seite einer solchen Reise (nicht ständig an Grenzen kommen, durch Kontrollen müssen, anderes Geld eintauschen müssen) - ich habe Sorge, dass diese Chance auf halbem Weg vertan wird, auch durch Politiker, die alles Gute der eigenen Nationalpolitik und alles Schlechte den Bürokraten in Brüssel zuschreiben, auch durch uns Bürger/innen, die das auch noch glauben.
Das andere sind Motorrad-Reisen, die ich alleine unternommen habe, um Erfahrungen mit mir selbst in ungewohnten und ungewöhnlichen Situationen zu sammeln. Berührende Erlebnisse zeigen mir: ernsthafte Begegnungen brauchen keinen formal definierten Rahmen, nicht einmal eine gemeinsame Sprache (mir fällt das Vesper ein, zu dem mich ein britisches Paar am Rand eines nebeligen Pyrenäen-Passes an ihren Camper einlud und die Überraschung, als durch das Gebet vor dem Essen klar wurde: da saßen zwei Quäker und ein Diakon beisammen). Und ich entdeckte mein Faible für Katalonien und die katalanische Mentalität (Katalanen, die Deutschland kennen, beschreiben sich zuweilen als “die Schwaben Spaniens”).

Zuhause
Vilamaniscle ist ein kleines Dorf in den Pyrenäenausläufern etwa 20 km vom Mittelmeer entfernt. 1985 kaufte ich dort ein Grundstück mit einem kleinen Haus, etwa 2 km vom Dorf entfernt und nur über Feldwege erreichbar, die dort und damals als Verbindungsstraße galten, während manche Deutsche sie für unbefahrbar hielten. Für 20 Jahre wurde es zu dem Ort, der mir bei dem Wort “Heimat” zuerst einfiel.
Ich war unter Spaniern und selbstverständlich sprachen wir Spanisch - und ich lernte diese Sprache durch das Sprechen, also ohne Kurs, ohne Lehrer: Motivation ersetzt Pädagogen. Und ich hatte zum Glück zwei sehr geduldige Freunde: Toni hatte einen limitierten Wortschatz, aber redete ständig - Augusto war belesen und kannte zu jeder Grammatikregel einen spanischen Witz. Auch gute Freunde ersetzen Pädagogen.
Hier entstand auch mein tiefer Respekt vor Menschen, die nicht nur Schwielen am Hirn haben, denn einige spanische Freunde vermittelten mir handwerkliche Grundkenntnisse: betonieren, mauern, verputzen, gipsen, Wasserleitungen verlegen, Natursteinmauern setzen, fliesen, Glasarbeiten, tünchen, schreinern, ... . Manche dieser erfahrenen Handwerker hatten nicht einmal einen Hauptschulabschluss. Und je mehr mein Zutrauen in die eigenen Fähigkeiten wuchs, umso größer wurden die Projekte: Sonnenenergie für Strom und Warmwasser, ein Niedervoltnetz im Haus, Windrad als Pumpenantrieb, Bewässerungssysteme, ... . Ich berechnete einen Parabolspiegel zur Wassererwärmung und den Leitungswiderstand der Photovoltaikanlage (1990!) - jetzt hatten die Formeln aus gymnasialen Zeiten einen Ort, an dem sie Sinn machten. Auch Sinn ersetzt Pädagogen.
Was macht man mit einem Grundstück von 12 000 qm, weitgehend mit Gestrüpp bewachsen und zu einem Drittel mit altem Baumbestand (Korkeichen, Pinien)? Mit einem Freund aus dem Dorf, einem Weinbauern, begannen wir die Rodung und Aufforstung und dabei lernte ich vor allem: erst mal auf die Natur schauen und sie (ein wenig) verstehen. Gegen die Natur geht nichts und mit der Natur geht nur, wie sie es will. Also muss ich lernen, so mit der Natur zu gehen, dass ich Impulse gebe und sie die Arbeit macht. Dies ist ein zutiefst systemischer Denkansatz, völlig fernab von Luhmannscher Systemtheorie, sondern täglich zu erleben (zu sehen, zu riechen, zu schmecken, zu hören, zu tasten) ganz im Sinne, wie Mario Bunge Systeme beschreibt. Dieses Denken begegnete mir zur gleichen Zeit in psychotherapeutischen Fortbildungen.
In all diesen Jahren habe ich verstanden, was Lernen mit Leben und Bildung mit Händen zu tun hat. Und ich konnte kritisch den Unterschied zwischen Lernen und Schule reflektieren. Arme Schule.

Die zwei Seiten der Zugehörigkeit

Zugehörig: der Mensch im Rudel

Ich kam als hundeängstlicher Mensch nach Vilamaniscle - ich verließ es als Hundefreund. Nicht Menschen erklärten mir, was sie sich über Hunde denken, sondern Pad, Petit, Bandi, Chula, Lita, Linda, Bessi, Sam, Chica u.v.m.. Wenn ich Urlaub in meinem Häuschen machte, kamen sie herüber vom Hof eines spanischen Paares (meine Nachbarn in ca 500 m Entfernung). Und sie nahmen mich in ihr Rudel auf und ich lernte von ihnen, wie man wann schaut oder wegschaut, rempelt, schnüffelt, knurrt, bellt, jault, ... . Dagegen ist jeder “Hundefachmann” halt doch nur ein Mensch!
Sie nahmen mich mit auf Streifzüge, holten mich nachts zur Jagd ab, beschützten mich, boten mir “meinen Teil” der Beute (Mülltüten, Kaninchen und Wildschweine). Ich nutzte die Chance zu sehen, was es zu sehen gab, und mir meinen Reim drauf zu machen. Dann begann ich selbst zu bellen, zu rempeln, zu knurren, zu beißen, ... und weil die Reaktionen sofort und sinngemäß erfolgten, nenne ich dies Kommunikation. Ich danke den Vierbeinern, dass ich für meine Arbeit mit Menschen von ihnen gelernt habe, Klarheit, Konsequenz und Vergebung neu zu verstehen.  
Daraus ergaben sich auch kritische Anfragen an die traditionelle Hundehaltung, z.B. Sätze wie “Der Intelligentere kann die Sprache des anderen lernen” oder “Je jünger der gekaufte Welpe, umso größer kann der Idiot sein, der sich ihm als menschlicher Rudelführer präsentiert”. Aus diesen Erfahrungen, meinem Vor-Wissen und meinem Nach-Denken entstand das Buch "Mensch, Hund - du Esel!", das ich geschrieben habe als einer, der gelernt hat, manches mit Hunde-Augen zu sehen. Auch ein solcher Perspektivwechsel ist angewandte Systemtheorie.

ups - fehlt da ein Bild?
Zugehörig: der Hund im Rudel
 

1993 brachte ich aus Spanien einen Welpen mit - verletzt und mit angeborenen Schäden. In Anlehnung an das katalanische Wort “gos d’atura” (Hirtenhund) nannte ich sie Tura. Für 11 Jahre war sie täglich ständig an meiner Seite, auch bei der Arbeit in Kinder- und Jugendgruppen, Gremien, ... , und eroberte mit ihrem extrem freundlichen Wesen die Herzen vieler Menschen, sogar der Hunde-Ängstlichen. Aber Tura überzeugte auch durch besonderen Gehorsam, befolgte etwa 20 Anweisungen zuverlässig auf Worte und Handzeichen und noch mal so viele nur auf Worte. Meine Anweisungen entstammten nicht der erschreckend schroffen Hundehaltersprache (die dem Militär abgeschaut ist), sondern einfacher Sprache (“leg dich hin” - “geh hintenrum” - “geh nach links” - ...) bis hin zu Entscheidungsfragen (“zeig mal mit der Pfote, was du willst”), oft verbunden mit einem freundlichen “bitte” - ein freundlicher Umgangston macht den Hundehalter seiner Umgebung angenehmer. Mein Nachdenken über Sprache und Kommunikation vertiefte sich dabei durch viele Erlebnisse.
Wer nun glaubt, Tura sei besonders intelligent gewesen, den muss ich enttäuschen. Aber sie gehörte zu meinem “Mini-Rudel” und das motivierte sie, bis ins Alter neugierig zu lernen und mir (dem menschlichen Rudelführer) zu gefallen. Zusammen mit ihrer absolut zuverlässigen Menschenfreundlichkeit war sie damit bestens gerüstet für die Veränderungen durch die Geburt von Vincent. Die Fürsorglichkeit, mit der sie auf den “Welpen” achtete, brachte ihr den Spitznamen “Tante Tura” ein - zu recht. Zugehörigkeit und Wertschätzung scheinen Kräfte zu entfalten, die über Kulturen und Spezies hinausreichen.

Elternzeit

Zu den bewegendsten Stunden in meinem Leben gehören die Geburten von Vincent (1999) und Felicitas (2001). Vielleicht kamen sie mir, dem “späten Vater”, umso mehr als besonderes Geschenk vor. Ich startete gerne in die Elternzeit und bis heute möchte ich die insgesamt 5 Jahre nicht missen. Und jedem Vater, der seine Elternzeit auf wenige Wochen / Monate begrenzt oder ganz darauf verzichtet, muss ich sagen: Du versäumst etwas, was du dir niemals mit einem höheren Familieneinkommen kaufen kannst.
Felicitas wurde am 11.09.2001 geboren, einem Tag, der die Welt veränderte. Einen Tag später moderierte ich ein regelmäßiges Gremium in Ulm, in dem engagierte Bürger/innen und Vertreter/innen von Einrichtungen im Quartier zusammenkamen - Christen aller Konfessionen, Moslems und Menschen ohne religiöses Bekenntnis. Wir ließen die Tagesordnung beiseite und es wurde ein offenes Gespräch möglich, auch ein bewegender Dialog zwischen Christen und Moslems. Ich leitete ein mit der Nachricht von der Geburt meiner Tochter und mit der Frage: “Was für eine Welt wollen wir für unsere Kinder gestalten?” Meine Vision, was ich mit meiner Arbeit erreichen möchte, ist seither mit dieser Gesprächsrunde und meinem stillen Versprechen an Felicitas verbunden: “Diese Welt soll lebenswert für alle - auch für dich - sein”. 

Umbrüche

Umbruch 1
 

Nach genau 20 Jahren verkaufte ich 2005 das Haus in Katalonien. Meine Mutter - die dort selbst oft ihren Urlaub verbracht hatte - war zu einem Pflegefall geworden, meine Ehe ging auseinander und meine Entscheidung für eine berufliche Selbständigkeit brachte weitere Unwägbarkeiten (und drastisch kürzere Urlaubszeiten) mit sich. Ich konnte und wollte mir in finanziell unsicheren Zeiten mit gesetzlichen und gefühlten Verpflichtungen für andere kein Haus leisten, das Kosten produziert und kaum noch genutzt wird, schlimmstenfalls allmählich verkommt. Die Konsequenz war klar und der Erlös bildete zugleich ein "Polster" für den Start in die Selbständigkeit.

Aber irgendetwas von mir ist immer noch dort und google-earth zeigt, dass die Bäume gewachsen sind.

Umbruch 2
 

Im Herbst 2007 starb meine Mutter und hinterließ mir eine Haushälfte mit Sanierungsstau. Kistenweise entdeckte ich Familiengeschichtliches aus vier Generationen! Und meine handwerklichen Fertigkeiten waren wieder gefragt! Wo erforderlich, nahmen Fachhandwerker später unsere Arbeit ab. So entstand im Dachgeschoss eine Ferienwohnung mit besonderem Ambiente und einer Aussicht bis tief in schweizer und österreichische Alpen hinein, heute zu finden im Portal www.ferienhausmiete.de (nein, dies ist kein Link!).

Nachteil: 3-4 Tage pro Woche waren wir in Konstanz, während wir gleichzeitig unsere Firma aufbauen sollten - die Realität ist eben immer anders als die Geschäftsidee. Die neue Partnerschaft gewann durch die gemeinsame Arbeit an Tiefe - wobei: ganz neu war der Kontakt nicht, denn Gabi und ich kannten uns seit dem Studium. 

Kreise schließen sich
2012 ziehen wir nach Altheim Alb. Etliche Jahre haben wir gesucht und wir waren - zugegeben - wählerisch: ein altes, geräumiges Haus, eine passable Bausubstanz, ein möglichst großer Garten, eine gewisse Infrastruktur vor Ort, möglichst ein Wohnen auf einer Etage im Alter, ... . Und dann standen wir vor diesem alten, soliden, ehrlichen Haus mit riesiger Wiese mitten im Ort.
Wieder kamen uns handwerkliche Fertigkeiten zugute - s.o. - und ein systemisches Verständnis der Natur - s.o. hilft, eine Wiese von 3000 qm aufzuforsten - s.o. - und einen Park zu gestalten, der auch mediterrane Gehölze - s.o. - auf die Schwäbische Alb bringt. Mit uns leben drei Hunde im Rudel - s.o. - und viele Menschen entdecken, wie hilfreich und heilsam diese Umgebung bei Gesprächen über Gott und die Welt ist: das macht Sinn, das vermittelt Sinn, das ist ein SinnGarten.
Inzwischen ist eine Findel-Katze, die wir aufgepäbbelt haben, mit dabei und wurde gut von den Hunden erzogen (nur mit dem Bellen hapert's). Seit Anfang 2018 beliefern uns drei Hühner täglich mit Eiern, Bauch und Vorratsregal füllen sich mit Äpfeln, Birnen, Beeren aller Sorten (auch Trauben, jap. Weinbeeren, Karamellbeeren, ...), Maulbeeren, Kirschen, Sanddorn, Kornellkirschen, Pflaumen, Mandeln, Hasel-, Pimper- und Walnüssen, Feigen, ... und natürlich viel Gemüse. Kennen Sie das alles? Wenn nein: Deshalb haben wir 2018 den SinnGarten zum Arboretum ausgebaut, wo kleine Tafeln die unbekannteren Gehölze erläutern. Wer mehr über Garten, Pflanzen, Natur, ... erfahren möchte: www.SinnGarten-Altheim-Alb.de (oder googlen: "Altheim", "Tourismus", "Freizeit" - so findet man uns auch).
Unser Umgang mit der Natur nimmt den Gedanken "Ehrfurcht vor dem Leben" auf - eine Einführung in unser Denken gibt es bei "Texte" in der Schrift "Umwelt - was ist meine Aufgabe?" (auch mit psychologischen, gesellschaftlichen und politischen Aspekten), fast im Sinne einer Ethik für den Umgang mit der Natur.

Selbst-Coaching
(Unser) guter Rat ist bezahlbar. Guter Rat kann sehr teuer werden, wenn man sich (selber) nicht dran hält. 2014 hätte sich beinahe ein weiterer Kreis geschlossen: mit heftigen Schmerzen in der Brust wurde ich im Sommer in die Uni-Klinik Ulm eingeliefert und nach drei Eingriffen am Herzen zum Glück wieder durchs Hauptportal entlassen. Seither lernen wir gemeinsam, die Dinge etwas gelassener anzugehen und unsere Erfahrung zu nutzen, um einfacher und geradliniger zu arbeiten. Und wenn ich schon Organisationsentwicklung studierte, entwickelten wir uns ebenfalls weiter: Statt immer neuen Projekten mit Drittmittelfinanzierung über Stiftungen verstärkten wir den Schwerpunkt Beratung, vorzugsweise in Altheim.  
Und zugleich merkte ich, wie mir in der Krankheitsphase schwerfiel, täglich eine 24-stündige Selbst-Beobachtung (1. und 2. Ordnung) der Genesung als erfüllend zu betrachten. Schnell kam der Punkt, wo ich wieder etwas tun musste, um zu spüren, dass ich lebe. Ich begann die Masterthesis zum Abschluss meines Studiums - das tat gut. Und es tat wohl auch der Arbeit gut, die nominiert wurde für den Preis der evang. Akademikerschaft.

Die Neugier bleibt 
Ein Leben ist nicht genug, um die Wunder dieser Erde und die Wundersamkeit des Menschen zu entdecken, zu erleben und schon gar nicht, sie zu verstehen. Schade - denn auf so Vieles bin ich noch neugierig! Umso mehr gewinnt aber jeder Tag, jedes Erlebnis und jede Begegnung an Bedeutung.
Wenn manches mit den Jahren nicht mehr ganz so schnell geht, dann wollte ich die Zeit nicht einsparen an Erlebnissen und Begegnungen! Damit war für mich klar, dass ich frühestmöglich in den Ruhestand eintreten wollte. Ab 2018 stellten wir in Projekten die Weichen für gute Übergänge. Mit dem Jahr 2019 beendeten wir die Geschäftstätigkeit und seit März 2020 bin ich in Ruhestand.
Zur Erinnerung: Das war der Monat, in dem wir begannen, das Ausmaß der Pandemie zu ahnen. Sicher ist: Für uns als kleinen Nischenanbieter für Beratung und Konzeptentwicklung hätten ganz harte Zeiten begonnen - das hätte viele schlaflose Nächte mit sich gebracht. So gesehen sind wir sehr zufrieden, wie sich der Übergang ins Rentenalter entwickelt hat - und die Ideen, was wir gerne noch probieren wollen, gehen ohnehin nicht aus.

© Copyright 2020 Wolfgang Knapp.



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